Kindersoldaten-Portrait: Hamrin

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Die Neuntklässlerin Hamrin ʿAbdulhamid Husain (bekannt unter dem Familiennamen ʿIdi) wurde am 23. Dezember 2014 ohne Einwilligung ihrer Eltern von Kämpfern der YPG rekrutiert. Augenzeugenberichten zufolge wurde das Mädchen vor ihrem Elternhaus in ʿAmuda, einer Stadt in der Provinz al-Hasaka im Nordosten Syriens, mitgenommen. Die Familie beschuldigte die PYD, ihre Tochter entführt zu haben. In einer Presseerklärung gab Hamrins Bruder Marwan bekannt:

»Ich war bei den Frauenverteidigungseinheiten und beim Asayiş der Partei der Demokratischen Union. Beide behaupteten, Hamrin wäre nicht bei ihnen. Hamrin hat jedoch eine Freundin telefonisch kontaktiert und ihr gesagt, dass sie mit einer Mädchengruppe zu einem Militärübungsplatz in die Kandilberge gehen wird.«

Am 24. Dezember 2014 organisierten etwa zehn Familienangehörige von Hamrin in ʿAmuda eine Kundgebung (Foto) und forderten die PYD auf, ihre Tochter zurückkehren zu lassen. Hamrins Bruder Marwan erklärte öffentlich, dass die Entführung seiner Schwester ein Verbrechen sei und dass die Verantwortlichen identifiziert und strafrechtlich verfolgt werden müssten.

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