Die Unterstützung der PYD durch die USA

Mit dem Erstarken des Islamischen Staats (IS) und der Verschärfung des Syrienkonfliktes gelangte die bis dahin wenig bekannte und wenig beachtete PYD in eine Art Schlüsselposition. Auf Suche nach Bündnispartnern gilt die syrisch-kurdische Partei den unterschiedlichsten Regierungen als geeigneter Bündnispartner. Sie wird sowohl von Syrien selbst [weitere Informationen], als auch von Russland [weitere Informationen] und den USA militärisch unterstützt. Letztere Kooperation schließt neben unterstützenden Luftangriffen auch die Lieferung von Waffen und Munition ein [weitere Informationen] und führt so amerikanisches Recht ad absurdum:

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Quelle: Wikimedia Commons

Unter US-Präsident George W. Bush wurde am 3. Oktober 2008 ein Gesetz zum Schutz von Kindersoldaten verabschiedet, der so genannte Child Soldier Prevention Act (CSPA). Das Gesetz untersagt unter anderem die Lieferung von Waffen an Regierungen, die entweder selbst Kindersoldaten rekrutieren, oder aber Milizen unterstützen, die dies tun. Auf der Child Soldiers Prevention Act List von 2015 wird neben anderen Staaten auch Syrien als Staat genannt, der aufgrund dieser Tatsache nicht bewaffnet werden darf.

Auch dann, wenn die syrische Regierung selbst keine Kindersoldaten einsetzen würde, würde sie aufgrund ihrer Waffenhilfe für die PYD unter den CSPA fallen. Wenn dies aber der Fall ist, verstößt es unzweifelhaft gegen den Geist des Gesetzes, wenn die US-Regierung PYD und YPG direkt bewaffnet.